(ffffound)
Weil man ausnahmsweise doch mal gut finden kann, was alle gut finden. Weil die Vorfreude noch nicht ausverkauft ist. Und weil Ankommen und Bleiben lange nicht mehr so wunderschön klang.
(ffffound)
Weil man ausnahmsweise doch mal gut finden kann, was alle gut finden. Weil die Vorfreude noch nicht ausverkauft ist. Und weil Ankommen und Bleiben lange nicht mehr so wunderschön klang.
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(via Audrey Hepburn Complex)
Irgendwann nervt es nur noch, das Eisknirschen unter den Sohlen, die kleinen Streusandsteinchen in den Schuhen, der Schneeregen frontal ins Gesicht. Semigeduldig, tendenziell eher gar nicht, wenn es um das Warten an sich geht, im Allgemeinen und im Speziellen. Darauf, dass manche Dinge aufhören und andere anfangen. Auf die ersten Sommersprossen und den ersten richtigen Sonnenbrand. Das erste Mal ohne Jacke rausgehen und merken, dass es genau richtig ist. Das erste ordentliche Sommergewitter, dieser warme Regen, der sich schöner anfühlt als Duschen, und der Geruch von gewaschenem Asphalt danach. Kleine Kinder mit Wasserpistolen im Hinterhof, während man selbst jedes Jahr überlegt, ob man eigentlich zu alt ist für eine Super Soaker. Der erste Grillabend, bei dem wieder alle Techniken des Glutanföhnens und Wedelns diskutiert werden, bis es dunkel wird und der Geruch von Fleisch und der des Lampenöls der Fackeln in der Luft hängt. Die katzenförmige Mulde im Balkonblumenbeet, plattgelegene Grashalme und umgeknickte Pflanzen an dem Ort, an dem sie liegend ihren Sommer verbringt, halbschattig und ruhig, ein Bett aus Erde und Pflanzen. Das erste Mal am Meer, wenn man ein wenig zu weit rausschwimmt, so dass man das Ufer kaum noch erkennen kann und sich nicht sicher ist, ob man das wieder zurück schafft, und trotzdem noch ein paar Meter weiter schwimmt, vom Ufer aus nur noch als kleiner Punkt zu erkennen, ein kleiner kopfförmiger Punkt, haarfarben, und ab und zu als eine Hand oder ein Fuß, der durch die Wasseroberfläche bricht. Das erste Eis und das kühle Gefühl am frühen Morgen, wenn die Sonne noch nicht ganz aufgegangen ist und das Hitzefrei am Mittag schon in der Luft liegt. Der erste Abend im Biergarten unter blühenden Kastanienbäumen und der Geruch von frisch gemähtem Gras, wenn es noch auf dem Rasen liegt und erst langsam trocknet, bevor ein übereifriger Hausmeister alles ordnungsgemäß mit einem Rechen wegschafft. Der erste Kaffee auf der sonnigen Straßenseite, wenn klar wird, dass das Drinnensitzen ab jetzt keine Option mehr ist, und die erste längere Strecke, die man als Saisonradler mit dem frisch reparierten Fahrrad zurücklegt. Über allem liegt der Geruch von Sonnencreme, leicht fettfilmig auf der Haut, der einzig nötige Schutz gegen dieses Außen und das Wissen, dass es jetzt nicht mehr weit ist.
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Zum Geburtstag des einzigartigen @karummms die schrabbeligste Videobotschaft mit den meisten “Ähms” aller Zeiten. (Computerintegrierte Webcams gehören verboten.)
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(ffffound /dailytrash)
Am Ende ist es immer einfacher, Fan zu sein, als ein echter Freund zu werden. Ganz nah dran sein zu wollen, aber nicht so nah dran, dass man wirklich dabei wäre. Und so spricht man als erstes über Unmöglichkeiten in allen Konstellationen, anstatt das Gefühl von Möglichkeiten für einen Moment im Raum stehen zu lassen. Die Wahrheit steckt immer in den Nebensätzen, in aller Beiläufigkeit hingeworfen, um die Schönheit des Augenblicks nicht zu ruinieren. Das Wichtigste ist, sich zu nichts zu verpflichten, das Kleingedruckte nicht zu übersehen und sich in keine Angelegenheiten verwickeln zu lassen, die man selbst nicht versteht. Auf den richtigen Moment wartet man vergeblich, so lange das Lächeln einen noch meint. Dieses strahlende Lächeln, welches man nicht kaufen kann. Das gibt es nur geschenkt. Und irgendwo hinter diesem Lächeln versteckt wartet immer der Kontrollverlust darauf, alles zu verschlingen.
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Vielleicht ist das nicht wie mit dem Fahrrad fahren. Vielleicht ist das nichts, was man ein einziges Mal richtig hinbekommt, in formvollendeter, perfekter und kaum auszuhaltender Schönheit, und dann danach immer wieder in den verschiedensten Konstellationen wiederholen kann. Nichts, was man wieder holen kann. Eines Tages gibt es nur noch das Drinnen und das Draußen, und die Seite, auf der du dich gerade befindest, sowie den Zaun dazwischen. Vielleicht ist das Gras auf der anderen Seite grüner, weil das immer so ist. Weil das so sein muss, mit diesem verdammten Gras. Das ist also dein Leben, immer auf der falschen Seite des Zauns. Das Leben, für das du dich immer wieder bewusst entscheidest, wenn deine Bahn in die Station einfährt und du unwillkürlich zwei Schritte zurück trittst, anstatt dich mit einem großen Schritt nach vorne fallen zu lassen und die Sekunden zu zählen. Weil sie das hier vielleicht schon ist, deine zweite Chance, und man selten eine dritte bekommt. Weil deine Hymne, die du morgens unter der Dusche singst und die du auf jeder Karaokebühne ohne Zögern performen würdest, kein arty farty Indie Song ist, sondern der einzig wichtige von Gloria Gaynor. I will survive. Solange du noch weißt, wie das funktioniert mit dem Lieben, weißt du, dass du es überleben wirst. Auch wenn es manchmal brennt, als hätte jemand eine Zigarette auf deinem Herzmuskel ausgedrückt. Du gewöhnst dich dran, und nach der ersten Schachtel lässt der Schmerz nach. Du verliebst dich wieder und wieder, eines Tages wird schon jemand dabei sein, der keinerlei pyromanische Veranlagung hat. Manchmal trittst du aus Gewohnheit zwei Schritte zurück, anstatt dich beherzt nach vorne fallen zu lassen, Sicherheit geht vor. Aber weil du das noch kannst, lieben, sind diese zwei Schritte alles. Weil dir jeden Tag bewusst ist, dass du gekommen bist, um zu bleiben. Das hier ist kein Zufall, kein Unfall, und auch kein Versehen.
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(via surface of the moon)
“Das mit dem Aushalten ist so eine Sache – du kannst das, und ich kann das auch. Und gerade, wenn man sich damit abgefunden hat, zu warten, passiert manchmal das Unerwartete. Oder auch das Erwartete, ganz gleich, wie man das nun betrachten möchte, ein marshmalloweiches Gefühl, das dich warmhält wie eine Wollstrumpfhose. Nur nicht so kratzig. Als wäre ich endlich nach einer langen Reise nach Hause gekommen, und würde erst jetzt merken, wie erschöpft ich wirklich war, die ganze Zeit, als ich immer weiter und weiter und weiter machen musste, um nur keinen einzigen Moment innezuhalten und irgendetwas zu fühlen. Aber ich habe es ausgehalten, und du kannst das auch. Oder wie du immer sagst: hinter all der Fassade aus Sarkasmus und Ironie ist das Leben gar nicht immer so bitter wie Chicorée.”
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(via ktinka)
Die Schneereste knirschen unter den Sohlen, gleichmäßig durch die Winterdunkelheit. Die Nacht riecht intensiver als der Tag, unabgelenkt vom Alltag, der Winter mehr nach den Menschen und der Sommer mehr nach Natur. Kaminfeuer und Bratenfett, Autoabgase und Zigarettenrauch, billiges Deodorant und Recyclingcontainer, und von allem zuviel. Die Zwischenzeit zermürbt uns, die Zwischenzeit bekommt uns einfach nicht. Wir sind immer nur für den Moment gut. Für den Moment sind wir sogar großartig, aber die Zeit zwischen den Momenten überwiegt. Das Leben an sich scheint aus mehr Zwischenzeit als aus Momenten zu bestehen, vielleicht ist Geduld auch nur ein Wort, das uns beruhigen und disziplinieren soll, wenn wir nur fest genug daran glauben. Wie viel Sicherheitsabstand brauchen wir eigentlich wirklich, und ab wann hat man sich aus den Augen verloren? Vielleicht fühlt sich so stilles Verlieren an. Im Vorbeigehen bleibe ich einen Moment an der Ecke stehen. Hinter den riesigen Fenstern im Erdgeschoss ist der Mann auf dem Sofa eingeschlafen. Keine große Hecke und keine Vorhänge versperren die Sicht. Manchmal schläft er vor dem Fernseher ein, sein Gesicht in blaues Flackern getaucht. So ungeschützt und gleichzeitig so friedlich schläft er, als wüsste er nicht, dass man ihn in der Dunkelheit von außen sehen kann. Nur, weil wir uns manche Dinge nicht vorstellen können, sind sie nicht weniger real; aber was weiß ich denn schon.
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I remember when,
I remember, when I lost my mind.
There was something so pleasant about that face
Even your emotions had an echo
In so much space.
And when you’re out there
Without care
I was out of touch.
It wasn’t because I didn’t know enough
I just knew too much.
Does that make me crazy?
Probably.
And I hope that you are having the time of your life.
Oh, but think twice
That’s my only advice.
Come on now
Who do you
Who do you think you are?
Bless your soul.
Do you really think that you’re in control?
Well, I think you’re crazy.
I think you’re crazy
Just like me.
My heroes had the heart
To lose their lives out on a limb.
And all I remember
Is thinking I wanna be like them.
Ever since I was little it looked like fun
It was no coincidence that I’ve come.
I can die when I’m done.
Maybe I’m crazy.*
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Die gleichen Wege, eine andere Abzweigung. Murmeltiereske Momente, es kommt mir alles so bekannt vor, als wäre ich hier schon einmal gewesen. Nicht gerne, nicht freiwillig. Nicht, weil es hier so schön war. Beratungsresistenter Wiederholungstäter, falls man meine Akte einsortieren wollte. Soviele Dinge, für die ich dankbar bin. Aber es ist nicht genug, es hält mich nicht warm, es bringt mich nicht durch die Nacht. Am Ende scheitert es immer wieder daran; dem Gefühl, dass einen überhaupt irgendetwas durch die Nacht bringen könnte oder sollte. In der Dunkelheit breitet sich die Leere bis ins Unendliche aus, nachtmittig gestrandet, stundenweit entfernt von jeglichem Realitätsbefinden. Dunkelmüde Gedanken lauter in mir als sonst, die Ruhelosigkeit, einzig getragen von der tröstlichen Gewissheit, dass es in ein paar Stunden wieder hell ist und es dann aufgehört haben wird. Futur II trägt mich stellvertretend durch die Nacht, Futur II ist Geborgenheit. Ein paar imaginäre Flecken, die sich auch durch hektisches Herumwischen nicht entfernen lassen. Die innere Müdigkeit, selbst in ausgeschlafenem Zustand, hellwach bringt sie mich durch den Tag, duracellhasengleich. Der Körper leuchtet ampelrot, immer wieder ein hektisches Blinken, er meint etwas anderes. Unbestechlich, als Einziger. Ich lache viel zu laut, obwohl es schon längst nicht mehr lustig ist, ein maskenhafter Reflex zwischen all den anderen Fassaden neben mir. Das alles hätte ich dir schon längst erzählt, es hat sich nur nicht ergeben. Du hast einfach nie danach gefragt.
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“I watched you sleeping, quietly in my bed. You don’t know this now, but there’s something that needs to be said. It’s all that I can hear. It’s more than I can bare. What if I fall and hurt myself, would you know how to fix me? What if I went and lost myself, would you know where to find me? If I forgot, who I am, would you please remind me? ‘Cause without you, things go hazy.”
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“I wanna take you to the rock. I wanna jump right in and see what that big ocean’s got. I wanna turn this thing round. I wanna drink with you all night, till we both fall down, till we go low rising, ’cause we’ve gotta come up, we’ve gotta come up low rising. ‘Cause there’s no further for us to fall.” [The Swell Season - Low Rising]
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Als hätte man seit Jahren nur auf diesen einen Moment gewartet, in dem es endlich ernst wird. Als hätte man die ganze Zeit im Nichtschwimmerbecken geübt und jetzt das erste Mal die Gelegenheit, im offenen Meer zu schwimmen. Als wäre das alles bis hierhin die Generalprobe gewesen, bevor der Vorhang ein für allemal aufgeht und von jetzt an offen bleibt. Als wäre man mit dem neuen Wagen bisher nur in der Stadt herumgefahren und könnte nun auf freier Strecke zum ersten Mal das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten, bis zur absoluten Höchstgeschwindigkeit, die der Wagen mit zittternder Tachonadel hergibt. Dieser Adrenalinmoment, in dem sich die Geschwindigkeit nicht mehr wirklich schnell anfühlt, nur noch wie ein gleichmäßiges Rauschen. Wenn du mir jetzt vertraust, ein bißchen und noch mehr, kannst du eine Weile auf dem Beifahrersitz mitfahren. Meine Karte halten und alle Knöpfe an meinem Autoradio drücken. Einen Moment die Luft anhalten, wenn ich etwas zu knapp zum Überholen ansetze, dich mit beiden Händen am Sitz festhalten, wenn ich noch einmal alles raushole und viel zu laut mitsingen, wenn ein Lied kommt, das dich meint. Mit der einen Hand über das Armaturenbrett streichen, während du dir die Frage verkneifst, wann wir endlich da sind. Du kannst eine Weile mitfahren, wenn du dich jetzt anschnallst. Ich fahre jetzt los.
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So viel Ambivalenz, wie ein einzelnes Jahr überhaupt nur aushalten kann. Der zähe Versuch, den Elefanten durch das Nadelöhr zu drücken, mit Gewalt. Die innere Leere, wenn der Elefant auf der anderen Seite ist und es für einen Moment so scheint, als wäre nichts anderes mehr übrig. Völlig losgelöst von der Erde, wie ein Astronaut, dessen Rückholleine beim Weltraumspaziergang abgerissen ist. Zuviel Stille und der Blick nach unten, dauerhaft begleitet vom immanenten Wunsch des Rückgeholtwerdens. Was die Freiheit mit einem macht, und wieviel man davon erträgt. Wie viele Menschen in einem Jahr durch das eigene Leben stolpern können, und wer davon bleibt. Welche Dinge einen mit tiefer Dankbarkeit erfüllen. Wie viele Gedanken einen nachts nicht schlafen lassen. Wie weh so ein Jahr tun kann. Wie es auf einer Skala von 1 bis 10 trotzdem eine 7 werden kann, vollgepackt mit wichtigen Entscheidungen und guten Momenten. Wie die Dinge sich ändern, sobald die Richtung stimmt und die Segel gesetzt sind. Wie das Abschiedslied für 2009 natürlich nur von einem sein kann – William Fitzsimmons. Wie viel Vorfreude auf 2010 noch in den Rest von 2009 passt, und wie viel Wehmut zwischen den Jahren Platz hat. Immer wieder, so viel von allem.
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