


Daunen und Federn. Münzen und Falten. Klassischer Sonntag eben.



Daunen und Federn. Münzen und Falten. Klassischer Sonntag eben.
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Das Konglomerat um den Schreibtisch und auf dem Schreibtisch wächst über sich hinaus. Draußen regnet es seit drei Tagen ohne Unterbrechung, keine Ahnung wo all dieses Wasser herkommt. Das muss doch irgendwo anders weg genommen werden, es gibt ja nur eine begrenzte Anzahl von Wasserresourcen weltweit. Vielleicht muss es so ein Wetter geben auf den letzten Metern, nicht dass die Sache hier zu viel Freizeitcharakter hätte. Dass es sich zwischenzeitlich nicht so bitter wie Chicoré anfühlen könnte, sondern wie ein Pistazien-Schokoladen-Mango-Becher mit Sahnehäubchen und klitzekleinen Streuselchen. Wenn der Sonnenschein erstmal in der Reinigung ist, muss er erst noch durch die Mangel, und am Ende vier Tage zum Trocknen aufgehängt werden. Freitag soll es wieder schön sein. Wie passend.
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Der Sonnenschein ist in der Reinigung, und mit ihm der Rest des Alphabets. Dass man nie in die Unterhaltungsetablissements geht, die nur einen Katzensprung von der eigenen Wohnung entfernt sind, ist eine Grundregel, die sich unausgesprochen durch alle bisherigen Wohnsituationen zieht. Dass die Dinge einem nicht mehr auffallen, sobald sie direkt vor einem liegen. Oder man immer denkt, dass man sich das auch für später aufheben kann, weil es immer da sein wird. Weil es immer da war und nicht aussieht, als würde es demnächst weggehen. Vielleicht kann man wiederkommen, wenn die anderen Buchstaben dann auch da sind.
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Während die Welt draußen immer wieder halbherzig ihren Untergang probt und literweise Wasser und enorm viele Blitze runterschickt, gibt es hier ja alles. Fließend Wasser, in jeder gewünschten Temperatur; Strom und noch echte Glühbirnen, neuerdings Blumen und alles was das Herz sonst noch begehrt. Willkommen auf dem U-Boot der Glückseligkeit.
→ 7 KommentareKategorien: Leben


Licht und Schatten, und das knalligste Rot dazwischen, das die Augen sich auf ihrer Netzhaut so einbrennen können. Eine der schönsten Sachen im Sommer, jedes Jahr. Immer wieder.
→ 2 KommentareKategorien: Alltag · Leben · Sommer

Ein Herzschlag nur für mich
und die, die bei mir sind
Augen auf, schaut euch das an
Wer dafür keine Tränen hat, wird morgen blind
Wenn ihr das nicht liebt, was dann
Jeder liebe das so viel er kann
Ein Blitzschlag nur für mich
und die, die bei mir sind
Wer jetzt zweifelt, sieht nicht klar
Ganz egal, wie viel davon die Zeit sich nimmt
Wer jetzt blinzelt, war nicht da.
Vielleicht ist es wirklich nur ein Jahr
Aber ich will niemals fragen, wo ich war
Wo war ich als das wahr war?
Ich will da sein
Wenn die Zeit gefriert
Ich will da sein
Wenn sie explodiert
Und wenn sich dabei
mein Verstand verliert
Ich will da sein
Wenn es passiert
Ein Herz, ein Schlag, ein Blitz
für die, die einsam sind
Augen auf, schaut euch das an
Wollt ihr wirklich zählen, wie die Zeit verrinnt?
Wenn die Welt auch so was kann.
Vielleicht ist es wirklich nur ein Jahr.
Aber ich will niemals fragen, wo ich war.
Ich will da sein. Wenn es passiert.
[Wir sind Helden - Wenn es passiert.]
+ Bezaubernde Version von The Kent Household, formerly known as Little Boxes.
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Manche Leute teilen die Welt in schwarz und weiß. Die Trennungslinie zwischen Gut und Böse verläuft aber in Wirklichkeit zwischen den gepunkteten und den nichtgepunkteten Dingen. So einfach ist das. Geordnete Unordnung als wiederkehrendes Muster. Nicht so gradlinig wie Streifen und nicht so in sich verloren wie Paisley. I ♥ Polka Dots for life.
Comments OffKategorien: Leben
Der erste Tag ist immer aufregend. Wenn man dann morgens schon ein paar Stunden vor dem Wecker aufwacht und die Sachen anzieht, die man schon vorgestern ausgesucht und gestern rausgelegt hat. Dann hoffen, dass man den Weg findet in der Aufregung, dass die Bahn nicht ausfällt, dass man keine Zahnpasta mehr im Gesicht hat. Am Anfang dann die Zurückhaltung, solange man sich nicht sicher sein kann, ob die anderen über die Witze lachen, die man so normalerweise in den Raum wirft. Meist ist der erste Eindruck nicht unabänderlich, aber er hält sich doch hartnäckig wie ein Kaugummi unter der Schuhsohle, dessen Reste sich auch nach einem halben Jahr dort befinden können. Deswegen herzlichst gelacht über “Kesslers Knigge: 10 Dinge, die Sie nicht tun sollten, wenn Sie Ihren ersten Arbeitstag haben.” Das ist bei jedem weiteren Anschauen wieder ein Knaller.
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Alles kommt mir genau so bekannt vor, als hätte ich das schon mal gesehen. Fünf Jahre ist das her, diese Phase, nach den letzten Prüfungen und vor dem großen Danach. Die große Unruhe, die beginnt. Nachts wachliegen und darüber nachdenken, was vielleicht kommt, kommen könnte, kommen sollte und das, was dann wirklich kommt. Währenddessen die fremden Worte, dass schon alles irgendwie gut werden wird, beschwichtigend. Daneben das Sicherheitsbedürfnis, das mich bei zu schnellen Fahrten im Auto, bei ruckeligen Flugzeugrouten und unangenehmen Filmen im Kino beide Hände fest um die Sitzlehnen schließen lässt. Ich bin noch niemals Achterbahn gefahren, zahle seit meinem zwanzigsten Lebensjahr in eine private Rentenfonds-Versicherung ein und habe noch nie mein Konto überzogen. Kein richtiger Angsthase und kein Bedenkenträger, nur müssen beide Füße jederzeit fest auf dem Boden stehen. Da, wo ich sie sehen kann. Wäre ich noch wertekonservativer, würde ich vermutlich die CSU wählen müssen. Wäre ich noch wertekonservativer, würde ich sicher die CSU wählen wollen. Die Unruhe bleibt. Einen Teil des alten Lebensabschnitts in Kisten oder in Mülltüten stopfen, Wichtiges von Unwichtigem und den Dingen dazwischen trennen. Mit der einen Hand loszulassen, während die andere Hand noch nirgendwo sonst festhält. Die Disziplin, das Freierfallgefühl und die beiden leeren Hände auszuhalten, nicht irgendwas festzuhalten, das sich gerade in Armeslänge befindet. Dinge loslassen, die guten und die weniger guten, die Vorfreude gemischt mit dem übernächtigten Gefühl, das auch in der Dunkelheit keine Antworten findet. Was immer wieder fehlt, ist die astronautische Rückholleine für den Hausgebrauch. Die Ungeduld und das Gefühl, kein Mensch für ein Vielleicht oder ein Eventuell zu sein. Und während das Leben manchmal einfach keine Garantie und kein unverbrüchliches Versprechen gibt, kann man den Anker in der Zwischenzeit einfach so in der Hand halten. Auf einmal kommt der Moment, indem man sich wieder sicher ist. Dann werfen und einfach eine ganze Weile bleiben.

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Von hier aus ist kein Stück Himmel zu sehen, nur drei Milliarden Blätter und das rote Leuchten der Rutsche im Nachbarhof. Idyllisch, so hatte man sich das vorgestellt, das Leben in der halben Wildnis, Vogelgezwitscher und Eichhörnchen direkt vorm Fenster. Im Winter, als die Bäume noch nackt und unbeblattet waren, fiel das nicht so auf, da war genug Sonne und Himmel und Schneesturm für alle da. Jetzt muss man einen Schritt nach draußen treten und den Kopf bis zum Anschlag in den Nacken legen, um einen winzigen Ausschnitt des sommerblauen Himmels sehen zu können, wolkenfrei und ohne Flugzeugkondensstreifen. Und auf einmal wünsche ich mir viel mehr Blau in meiner Aussicht, mehr Wolken und mehr Sonne, ein allumfassendes Paket.

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Aus alt (oben) wird neu und funky fresh (unten)
Es gibt neues von der Blogfront: Die Sneakergirls haben jetzt ein neues Zuhause – von unserem alten WordPress-Domizil, auf dessen Startseite meine schwarzen Sneakers die Welt anlachten, sind wir jetzt auf sneakergirlsblog.de (bzw. sneakergirlsblog.com) umgezogen. Die vielen kleinen Schühchen hat Lars für uns gemalt – unser ganz privater Graphikgott. Bitte alle die Bookmarks erneuern – es bleibt weiter spannend in der Turnschuhwelt, da sind einige Sachen in der Pipeline.

In anderer Angelegenheit: Nach einer Gastkritik im Rahmen des Twitkrit-Geburtstags mit dem Titel “HappySchnitzel über den Weg aus der misanthropischen Tagesstätte” bin ich nun ein festes Mitglied des Twitkrit-Teams geworden. Der erste reguläre Beitrag heißt “Die Stimmen aus dem Hamsterrad.”
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Das absolute Top-Geschenk. Kindergeburtstag reloaded, mit Schneewittchen und den 7 Zwergen in einer Willy-Wonka-Umgebung. Innen verstecken sich zwischen drei Teigschichten eine Schicht Mousse au Chocolat und eine Schicht Erdbeercreme, und das äußere Kunstwerk ist aus eingefärbtem Marzipan.(Schneewittchen und ihre Freunde sind aus Plastik).
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“Das Leben ist kein Ponyhof.” ist eine Phrase, mit der einen die alten Leute erschrecken wollen, abhärtend für die Eventualitäten des Lebens, die kleinen und feinen Steine auf dem Weg. Dabei wissen die nur nicht, wo die Ponys wohnen.
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Das 2003 Cover Shooting für die Cosmopolitan. Damals noch ohne Boris Entrup und in Düsseldorf. (Bilder von Max Krefeld)
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(Bild von Zoe Leonard)
Dass es so werden würde, wer hätte das wissen können. Und dass es überhaupt irgendwie sein müsste, das liegt in der Natur der Sache, dass es immer irgendwie zu sein hat. Das wöchentliche Wechseln, von einem Ende der Skala zum anderen, eine Achterbahnfahrt ohne die sicherfestdrückenden Sicherheitsbügel. Dazwischen stehen einzelne Worte und ganze Sätze, nicht zu vergessen und nicht zu verrücken. Wenn einer wenigstens mal was gesagt hätte, was Ordentliches, mit fester Stimme, und einem durchgedrückten Rückgrat. Die sind selten geworden. Und doch gewinnt keiner hier einen Preis, keine Schärpe, keinen Blumenstrauß. Schnittblumen sind zwar eine traurige Angelegenheit, an und für sich, aber so einfach löst sich die Sache nicht auf. Wer anderen eine Bratwurst brät, hat sicher ein Bratwurstbratgerät. Aber manchmal ist die Grillkohle aus und man hat den Klappspaten vergessen, irgendwo. In der Zwischenzeit wurde aus dem Konjunktiv ein Imperfekt, gefühlt schon eine Weile, grammatikalische Zwischenwelten, nur noch mit dem Rotstift zu durchschreiten und zu durchstreichen. Beim nächsten Mal vielleicht vorher den Beipackzettel lesen, die Risiken und Nebenwirkungen, die großen und kleinen Katastrophen und den Sturm im Wasserglas vermessen, bewerten und analysieren. Wie sich das gehört, in diesen Zeiten.
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