Aus dem Büro kommen, wenn es dunkel ist. Die Geschäfte haben schon zu. Die Takeaway-Tüte zerreißt beim Fahrrad fahren und alles verteilt sich auf der Straße. Was vom Tag bleibt, sind ihre Tränen. Tränen, die sich nicht mit riesigen Wattebäuschen oder Unmengen Glühwein trocknen lassen. Tränen, die unangenehmer sind als eigene und sich nicht weglachen lassen. Nichts mehr kompensieren, und nichts mehr verdrängen. Und da ist dieser Song, den ich nicht vergessen kann, und nicht weiß, wie er heißt. Dieses Lied zu hören würde alles leichter machen, aber nicht mal eine Zeile fällt mir ein, um danach zu googlen. Derjenige, der eine Suchmaschine erfindet, der man vorsingen kann und die das passende Lied findet, wird der Held meiner durchwachten Nächte, und Millionär wie der Typ von Facebook.
Nachtrag: Da singt man Freunden am Telefon vor. Die nehmen das am Rechner auf. Denn es gibt schon Suchmaschinen, die Lieder erkennen. Die erkennt das aber nicht. Und die Freunde, die das Radio sind, erkennen es auch nicht. Aber sie nehmen es auf, und schicken es. Und dann denk ich, das hat bestimmt der Markus für mich aufgenommen. Und ganz hinten, auf der Wollknäuel CD finde ich es. Gary Jules – Falling Awake (hier klicken und hören). Aber Hauptsache, ich hab die Melodie ein paar Leuten vorgesungen…
Das versprochene Video ist von dem Song gestern Abend für seinen verstorbenen Nachbarn Hans. Hans kam in den 70er Jahren von Deutschland nach Schweden, um neu anzufangen. Aber das lief nicht so hervorragend, so wie die meisten Dinge nicht hervorragend laufen, wenn man mal ehrlich ist. In den letzten 4 Jahren war Hans der Nachbar von Björn Kleinhenz, der extra für ihn dieses Lied gespielt hat. Ich hab leider die ersten Sekunden nicht aufgenommen.





