Happy Schnitzel

Beiträge vom November 2008

Become a fan of: Eleanor Hardwick.

November 30, 2008 · 3 Kommentare

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(Alle Bilder von Eleanor Hardwick)

Der großartigste Flickr-Stream seit langer Zeit stammt von Eleanor Hardwick. Die junge Engländerin begann mit 12 Jahren zu fotografieren, aktuell ist sie 15 Jahre alt und begeistert mit ihren Bildern nicht nur im Internet, sondern auch auf einigen Ausstellungen und in Magazinen. Ihre Bilder erinnern manchmal an einen Märchenwald, es gibt Menschen mit Tiermasken, fantastischen Kleidern und Puppen, dazu melancholische Momente und intensiv beobachtete Szenerien. Ich bin jedenfalls total begeistert, seit ich über sie beim Stylespion gelesen habe, und kann stundenlang Zeit damit verbringen, ihre Bilder durchzuklicken und mir zu wünschen, ich wäre am Meer oder in Alice’s Wunderland.

Interview auf Dazed Digital

Eleanor Hardwick auf Flickr

Eleanor Hardwicks Homepage

Kategorien: Fotos · Kunst · Menschen

Saturday Night Fever without John.

November 29, 2008 · 3 Kommentare

bettschuhe

Da man ja auch nicht jeden Tag im Abendkleid unterwegs sein kann, gibt es heute Abend Heimkino. Dabei schaue ich immer wieder die gleichen Filme (ich habe eine Hand voll Favoriten, und an manchen Tagen vertrage ich keine neuen Handlungsstränge). Unbedingt wichtig und nötig: das Tragen von Bettschuhen, was so was wie mit Daunen gefütterte Socken sind. Im Leben würd ich keine rosa Schuhe auf der Straße tragen, aber daheim sind die ein Knaller.

Von unter der Decke quasi gibt’s eine ganze Ladung an Hinweisen, mein Feedreader platzt bald. Also, total empfohlen:

- der Darth Vader Lego-Film, Death Star Canteen heißt der und ich finde ihn sehr toll. P.S. so einen kleinen Darth Vader könnt ich total gut brauchen.

- die Wohnzimmer der Eltern von Rockstars in den 70er Jahren. Harter Tobak.

- wunderbar sexistische Werbung. So absurd, dass es schon fast wieder gut ist.

- sehr coole islamkritische Kunst von Sarah Maple. Ich mag das Bild mit der Enthaarungscreme für den Damenbart.

- der maskulinistische Blog Genderama. Hier geht es um prügelnde Frauen, und extremen Feminismus. Sehr amüsant zu lesen.

- total pervers frisierte Pudel. Ja, Pudel sind immer pervers frisiert, aber nicht so extrem.

- und last but not least: Die Bastelanleitung für die eigene Hundertmark-Brille. Anstatt Nikoläusen und Baumschmuck und so bitte sowas nachbauen. Wobei noch die Fotos fehlen, die erklären, wozu diese Brille gut ist, und wie man sie richtig trägt.

Kategorien: Alltag · Kunst · Leben · Menschen

Merry early Christmas.

November 28, 2008 · 4 Kommentare

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Zange, Kleber, Schere, Farbe – und fertig. Ich geh mal raus, mit anderen Erwachsenen in Abendgarderobe Weihnachten vorfeiern. Es wird ein Abend mit Programm, der einen oder anderen Rede, und hoffentlich auch dem einen oder anderen Skandal, ordentlicher Musik und gutem Essen. Ich versuche, meinen persönlichen Jackpot zu knacken – und falls der heutige Abend in einer dreckigen Karaoke-Bar enden sollte, gelobe ich hiermit, etwas von Gloria Gaynor zu singen. Davor anhören:  Queen – Don’t stop me now.

Kategorien: Alltag · Leben

Two clicks ruined my day.

November 26, 2008 · 1 Kommentar

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Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer der UB Muenchen,
Ihre Fernleihbestellung ist bei der besitzenden Bibliothek in Deutschland nicht verleihbar. Ihre Bestellung kann nur im Internationalen Leihverkehr (ILV) beschafft werden. Erledigung kann mehrere Wochen dauern. Die entstehenden Kosten von ca. 25 bis 30 Euro muessen von Ihnen uebernommen werden. Weiterleitung in den ILV erwuenscht?

Die gute Laune hörte auf bei „mehrere Wochen“.

Kategorien: Alltag · Leben

This one is for you, ladies.

November 25, 2008 · 1 Kommentar

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(Bild via Flickr)

Heute ist der Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen. Grund genug, noch einmal drüber zu reden. Vor kurzem saß ich mit drei sehr klugen Frauen an einem Tisch, eine von ihnen Afrika-Expertin, und wir kamen auf das Thema Beschneidungen in Afrika (und anscheinend auch hier in Deutschland) zu sprechen. Dass diese jungen Mädchen von Frauen beschnitten werden, war ein Problem, zu dem uns keine richtige Erklärung einfiel. Außer vielleicht, dass es Männern gelungen ist, die Frauen so zu unterdrücken, dass sie diese grausame Tradition untereinander – mehr oder weniger freiwillig – weitergeben. Mehr kann man bei der Mädchenmannschaft darüber lesen.

Auch wenn bei uns das Thema Gewalt in einer solchen Form nicht präsent ist, können fast alle Frauen, die ich kenne, eine Geschichte erzählen, in der sie überfallen, begrapscht, auf dem Nachhauseweg verfolgt oder mit üblen Worten auf unschöne Weise belästigt wurden. Eine Zeit lang wird man dann selbst panisch, wenn ein Fremder nur nach der Uhrzeit fragt. Aber ich kenne auch Männer, die ein Problem damit haben, dass andere Männer nachts Frauen überfallen, und im Dunkeln extra nicht zu nah hinter einer Frau her gehen wollen, damit diese sich nicht verfolgt fühlt. Tja, man kann es auch übertreiben, aber für Männer wie euch singen wir was, passend zum Tag: Destiny’s Child – Independent Woman. Und die anderen bekommen ein bißchen Pfefferspray in die Augen.

Kategorien: Alltag · Frauen · Leben

Goodnight and Goodbye.

November 24, 2008 · 1 Kommentar

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Seit einer Weile ist es da, das neue Album von William Fitzsimmons. Da ich es intensiv höre, ist mein Blutdruck merklich gesunken, man wird da regelrecht eingelullt. Deswegen heißt es ja auch „Goodnight“. Mit diesen Songs soll Fitzsimmons seine eigene Scheidung aufarbeiten, hab ich auf seiner Homepage gelesen. In jedem Fall ist es für alle chronischen Singles und Beziehungs-Nomaden ideal – denn die nächste Trennung kommt bestimmt. Meistens weiß man dann nicht, was man sagen soll. Weder sitzen gelassen werden noch selbst Schluss machen ist so wirklich cool, und je nach Charakterstärke überlegt man gerne mal, wie man es in 160 Zeichen elegant beendet. Die Zeiten sind vorbei, ab jetzt reicht es, dem ehemaligen Partner/Gefährten/Sonstwas eine CD mit nur einem einzigen Song zu basteln. Wenn man selbst Schluss macht: „Leave me by myself“ oder „I don’t love you anymore“, wenn man verlassen wird: „You broke my heart“ oder „Please don’t go“ (könnte aber auch leicht pathetisch wirken). Und zu guter Letzt, wenn es doch nicht so ernst war: „Body for my bed“. Das ganze ist dann so etwas wie eine Single-Auskopplung im doppelten Sinn. In jedem Fall aber besser als „Du, wir müssen reden“ oder „Es gibt da etwas, was du wissen solltest…“- solche Floskeln haben nun ausgedient. Ab jetzt kann man sich total souverän aus der Sache verabschieden. Den passenden Soundtrack für die Zeit, in der man im Bett liegt und die Wand anstarrt, hat man damit auch. Aber die gute Nachricht für alle Für-immer-und-ewig-Pärchen: ihr müsst jetzt nicht aus Prinzip Schluss machen, man kann die Musik auch so anhören. Nur für den Fall der Fälle, da wisst ihr Bescheid.

Kategorien: Alltag · Leben · Musik

November 23, 2008 · 2 Kommentare

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Zwei T-Shirts, zwei Pullover, zwei Hosen übereinander, zwei Paar Socken, ein Schal und eine Brille gegen Augenfrost – trotz aufgedrehter Heizung und einem Lagenlook frei nach dem Michelinmännchen friere ich noch. Meine Wohnung ist wohl ein Iglu. Werde morgen früh konvertieren und ab dann freiwillig eine Burka tragen, finde das auch angesichts der Kälte aus emanzipations-technischer Hinsicht einwandfrei.

Pünktlich zum Sonntagabend ein paar netzliche Hinweise auf Eye Candy & Co.:

Ahoi Polloi – ich liebe die täglichen Illustrationen. Wirklich, wirklich grandios.

Stylespion – ab Anfang Dezember wird hier Vollzeit über Design, Musik und Schnickschnack gebloggt. Das wird noch toller.

Streetstyl.es – hier werden die Fotos von allen Fashionblogs zusammengefasst. Bringt alles auf einen Blick und spart langes Suchen.

Lookbook.nu – die globale Streetstyle-Community. Die Seite hat ein automatisches Update, so dass man zwar runterscrollt, aber nie zu einem Ende kommt. Das ist die DIY-Alternative zu Facehunter und Co.

Der Ohrwurm des Tages: Das Bo – Dumm aber schlau. Ich steh auf seine Verkleidungen.

Kategorien: Alltag · Leben · Streetstyle

Just four more weeks.

November 23, 2008 · 3 Kommentare

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Pünktlich zum ersten Schneefall: Die Disco-Weihnachts-Bäckerei. Laute Musik und Glühwein statt Cocktails. Primärinteressen statt ansprechen & aufreißen: ausstechen & anmalen.

Kategorien: Alltag · Leben · Menschen

Nature as Artifice

November 21, 2008 · Kommentar schreiben

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Während es in den oberen Ausstellungsräumen der Neuen Pinakothek gewohnt schön ist an Atmosphäre und Gezeigtem (aktuelle Sonderausstellung: Der weite Blick – Landschaften der Haager Schule aus dem Rijksmuseum bis 19.01.), wirkt die Ausstellung zeigenössischer niederländischer Fotografie: Nature as Artifice im Keller so, als würde sie in einer Leichenhalle gezeigt. Tolle Bilder zeigen industrielle Tristesse und zugleich schöne Landschaften. Prima Programm fürs Wochenende, als Kontrast zu vollen Einkaufspassagen und Weihnachtsmarkt-Overkill.

Kategorien: Kunst · München

Let’s talk about bras and stuff.

November 20, 2008 · 10 Kommentare

Liebe Männer, wir müssen reden – und zwar über Unterwäsche. Weihnachten steht vor der Tür, und mit Hochglanzkampagnen versucht euch die Industrie zu überzeugen, dass ein Hauch von Spitze ein prima Geschenk für eure Freundin wäre. Als Geschenk ist Unterwäsche in etwa so kreativ wie Blumen oder Pralinen, (beides ideal für die Mutter/Schwiegermutter), nur dass Unterwäsche noch einen leicht egoistischen Beigeschmack trägt. Diese Geschenke sind so sicher wie ein Bausparvertrag. Du denkst, du betrittst eine Unterwäscheabteilung, in Wirklichkeit befindest du dich aber in einem Minenfeld, in dem es für dich so gut wie keinen schönen Ausweg gibt.

Zu Beginn meines Studiums arbeitete ich bei der großen schwedischen Modekette, meistens in der Unterwäscheabteilung. Den meisten Spaß hatten wir, wenn junge Männer den Versuch starteten, für ihre Freundinnen einzukaufen. Eine „gute Handvoll“ ist eben keine valide Größenangabe, und auch „ungefähr so wie eine Honigmelone“ schießt meistens vorbei am Ziel. Falls du wirklich der Meinung bist, dass du deiner Freundin eine Freude machst mit Unterwäsche als Geschenk, und dir auch nichts besseres einfällt, hier ein paar gut gemeinte Ratschläge:

1. Finde ihre Größe heraus. Die wenigsten Männer kennen sich mit Konfektionsgrößen aus, weder bei BHs noch bei Unterhosen. Eigentlich kein Problem. Nur bringt dich eine falsche Größe in Teufels Küche. Stell dir folgende Szenarien vor:

Du schenkst ihr einen BH, der zu groß ist. Sie denkt (und sagt): Na toll, der ist ja für Monsterbrüste! Ich wusste die ganze Zeit, dass du meinen Busen zu klein findest! Statt einem romantischen Abend streitet ihr eine Weile und du schläfst auf der Couch.

Du schenkst ihr einen Slip, der viel zu klein ist. Sie denkt (und sagt): Wie soll ich denn da reinpassen? Kann es sein, dass du meinen Hintern zu dick findest? Ab jetzt kannst du sagen, was du willst, die Lage ist nicht mehr zu retten. Sogar den Klassiker: ich liebe dich so wie du bist – kannst du dir gleich mal sparen. Du befindest dich auf dem direkten Weg in die Hölle. Sobald ihr das Thema einmal auf dem Tisch hattet, gute Nacht.  Klar,  theoretisch könnte sie das Ganze auch witzig finden und drüber lachen. Aber mal ehrlich, wie warscheinlich ist das?

Gute Frage: Wie findest du ihre Größe heraus, ohne sie zu fragen?

Möglichkeit 1: Du holst ein Maßband heraus. Das geht nur gut, wenn sie einen sehr tiefen Schlaf hat, oder sich gerade für Germany’s Next Topmodel bewerben möchte und dazu ihre Maße in einen Bewerbungsbogen eintragen muss. Wie BH-Größen berechnet werden, siehst du hier:  (zum Vergrößern klicken)

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Dabei wird der Unterbrustumfang direkt unter den Brüsten (also am Rippenbogen) gemessen, der Brustumfang an der größten Stelle der Brüste. Eine Frau mit Unterbrustumfang von 81 cm und einem Brustumfang von 87 cm hätte zum Beispiel laut Tabelle BH-Größe 80 C.

Möglichkeit 2: Du schaust nach, auf dem Zettel in ihrer Unterwäsche, während sie mal kurz im Bad ist und ihre Sachen wild auf deinem Fußboden liegen. Die meisten Frauen schneiden die Zettel nicht ab, und du gehst auf Nummer sicher damit. In manchen Slips sind Konfektionsgrößen in Zahlen oder in Nummern angegeben. XS entspricht der Konfektionsgröße 32/34, S = 36/38, M = 40/42, L = 44/46, XL = 48/50.

Möglichkeit 3: Falls sie die Zettel doch abschneidet, frag ihre beste Freundin. Ja, die meisten Frauen wissen, wie groß die Brüste und der Hintern der Freundinnen sind. Nicht umsonst gehen wir zusammen auf die Toilette und drücken uns gemeinsam in Umkleidekabinen.

2. Orientiere dich an dem, was sie trägt. Hast du das Problem mit der Größe gelöst, steht die Frage des Modells vor der Tür. Sowohl bei BH als auch bei der Unterhose gilt: kauf am besten das Modell, das sie meistens trägt. Wenn sie nur Push-Ups trägt, vergiss den Bügel-BH, wenn sie nur Hotpants trägt, vergiss den String. Falls du unsicher bist: bei eher kleinen Brüsten (A oder B) ist ein Push-Up okay, bei größeren Größen (C, D, E) ist ein wattierter BH normalerweise eine gute Wahl.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Modelle, zuerst die BHs: (zum Vergrößern und Lesen anklicken)

bhuebersicht

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Unterhosen, nach Stoffmenge sortiert: (zum Vergrößern und lesen anklicken)unterhosen

3. Orientiere dich an Farben, die ihr stehen/gefallen. Sehr knalliges Rot oder Pink sieht auf bleicher Winterhaut nicht besonders schön aus, und Tier-Print-Muster sind auch ein Thema für sich. Falls deine Freundin nicht gerade im Sonnenstudio tätig ist, kauf lieber eine klassische Variante. Und: auch wenn deine Freundin vor allem beige trägt, sieht beige/hautfarbene Unterwäsche fies aus an ihr.

Diese Modelle gehen gar nicht: (zum Vergrößern & lesen anklicken)

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Diese Modelle gehen immer gut: (zum Vergrößern anklicken)

gehtgut4. Vergiss die Unterwäsche als Anheizer. Falls die Unterwäsche ein Mittel sein soll, euer Privatleben aufzumischen, lass es lieber. Klar ist es blöd, wenn die Sache zwischen euch etwas eingeschlafen ist. Wenn es daran liegt, dass sie selten Lust hat, kann das tausend Gründe haben – aber sicher ist fehlende schöne Unterwäsche nicht der Auslöser. In solchen Fällen ist deine geschenkte Unterwäsche in etwa so charmant, als ob sie dir nach einem Aussetzer deinerseits eine Packung Viagra zu Weihnachten schenken würde. In jedem Fall machst du damit alles nur noch schlimmer, und statt schöner Bescherung gibt es Streit der unschönen Art. Dann lieber einen billigen Blumenstrauß von der Tankstelle oder Pralinen aus dem Discounter.

5. Frag die Verkäuferin nach Rat. Bevor du dich durch einen Dschungel von tausend Unterhosen und BHs wühlst, bitte eine der Damen, dir zu helfen. Sie kann dir auch sagen, was sich zur Zeit am besten verkauft und wonach die meisten Frauen suchen.

6. Heb den Kassenzettel auf. Auch wenn du formal die richtige Größe gefunden hast, kann die Wäsche trotzdem nicht sitzen. Manche Frauen suchen Jahre nach einem passenden BH. Von daher unbedingt so einkaufen, dass nach Weihnachten die 14 Tage Umtauschfrist nicht vorbei sind. Das Preisschild kannst du abschneiden, wenn du es aufhebst. Die anderen Zettel müssen dran bleiben.

7. Überleg dir die Sache mit einem Gutschein. Ja, Gutscheine sind langweilig und blöd, aber auch ein Bausparvertrag braucht eine Menge Papierkram. Wenn ihr die Sachen zusammen kaufen geht, kriegt sie genau die Unterwäsche, die ihr gefällt, und du bekommst in der Umkleidekabine eine kostenlose Peepshow. Viel Spaß dabei.

(alle Bilder von H&M und Otto)

Kategorien: Frauen · Geschenke · Männer · Weihnachten

Reading: David Sedaris.

November 19, 2008 · 1 Kommentar

david_sedaris

Die Sache fing ganz harmlos an, in einer Tüte voller geliehener Bücher steckte zwischendrin David Sedaris’ Buch „Ich ein Tag sprechen Hübsch“. Beim Lesen dann auf jeder zweiten Seite laut gelacht, einmal sogar, bis Tränen liefen. In David Sedaris’ Leben lief bisher ziemlich viel schief, schwierige Kindheit und Jugend, danach verpfuschtes Studium, stagnierende Künstler-Karriere, Drogensucht, merkwürdige Jobs – eigentlich lief gar nichts gut. Trotzdem ist in seinen autobiographischen Büchern keine Bitterkeit – er erzählt seine Erlebnisse, mal direkt, mal verpackt in Kurzgeschichten, wunderbar zynisch und ohne jegliche politische Korrektheit – aber ohne dabei je gehässig zu werden. Jedenfalls sollte in jeder gut geführten Heimbibliothek mindestens ein David Sedaris stehen, wenn nicht ein ganzes Rudel. Hat man einmal mit dem Lesen angefangen, ist an aufhören nicht zu denken – schon eher an gestapelte Nachtlektüre.

Kategorien: Alltag · Bücher · Leben · Menschen

The Neverland Ranch without Michael Jackson.

November 18, 2008 · Kommentar schreiben

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Die aktuelle Peter Pan-Inszenierung der Münchner Kammerspiele von Schorsch Kamerun ist so ziemlich alles andere als ein Stück für Kinder ab 9 Jahren, auch wenn es so auf den Flyern angekündigt wurde. Hier wird eine allseits bekannte Geschichte zu einer Gesellschaftskritik; die Phänomene unseres Alltags werden hinterfragt, das Streben nach Individualismus und Freiheit als Massenbewegung aufgezeigt. Das ist im Prinzip nicht neu, funktioniert hier aber ohne erhobenen Zeigefinger. Dazu wird das Stück getragen von einer imposanten medialen Untermalung, mit blitzenden Lichtern und elektronischer Musik. Captain Hook erinnert spontan an jemanden – und ist überraschenderweise, entgegen der Gewohnheit anderen Adaptionen, die sympathischste und humorvollste Figur des ganzen Stückes. Der beste Satz: Wenn man sich schon Illusionen macht, dann aber richtig. (Ist eigentlich eher ein Song.) Hingehen, anschauen, freuen. Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier den Trailer:

(Fotos von Andrea Huber via Münchner Kammerspiele)

Kategorien: Kunst · Musik · München · Theater

Take this sinking boat and point it home.

November 18, 2008 · 1 Kommentar

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Beim Namen „The Swell Season“ stellt sich erstmal kein Wiedererkennen ein. Ach, Glen Hansard und Markéta Irglová, da war was, und zwar der großartige Film Once und der Oscar 2008 für den besten Film-Song. In der Halle stehen Stühle, es ist ein Konzert mit Sitzplätzen und einem Konzertflügel auf der Bühne. Entgegen anfänglichen Befürchtungen wird der Abend nicht zu einer steifen Veranstaltung. Auch in der letzten Reihe reißt es das Publikum im Verlauf des Konzerts mehrmals von den Sitzen, statt Applaus in Raten gibt es Standing Ovations für Songs, die live noch viel intensiver und emotionaler sind, als man es sich je vorstellen konnte. Nach ein paar Liedern wird klar, warum Glen Hansards Gitarre ein riesiges Loch hat, und auch, wozu das Publikum die Sitzgelegenheiten dringend braucht.

Heute Abend hingehen: The Swell Season live in Köln im E-Werk, bevor die Tour nach England, Irland, Japan und Australien weitergeht. Unbedingt reinhören: The Swell Season. Once – der Soundtrack. Und der grandiose Support des Konzerts: Mark Geary.

Kategorien: Konzert · Musik · München

Pretty petticoats – in all situations.

November 17, 2008 · Kommentar schreiben

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The Kooks in München im Zenith – eigentlich hätte man sich das mit dem sehr jungen und sehr weiblichen Publikum vorher denken können. Das Zenith war dazu so voll, dass man genau nichts sehen konnte. Als Vorbands spielten zuerst Johnny Flynn und dann die Band Mystery Jets – ab und zu konnte man die glitzernden Pailletten ihrer Shirts in der Ferne leuchten sehen. Eigentlich hätte alles schön sein können, wenn um uns herum nicht ein wahrer Zickenkrieg ausgebrochen wäre. Da fragte mich dann ein etwa 16 Jahre altes Mädchen, ob ich gerade ihre Freundin ausgelacht hätte. Hatte ich nicht – sonst hätte ich auch noch mit dem Finger auf sie gezeigt. Als die Kooks endlich anfingen zu spielen, brach eine Welle der Gewalt in unserem Bereich aus, die uns mehrere Meter von unserem Platz wegspülte – nach zwei Songs ließ der Schmerz immerhin nach. Das sind die Momente, in denen ich mich auf Bingo-Abende mit Heizdecke im Altersheim freue – auch wenn es leider noch etwa 60 Jahre dauert bis dahin. Insgesamt war es ein sehr solides Kooks-Konzert. Bilder von gestern Abend gibt es leider keine, die Kamera musste am Eingang abgegeben werden. Während dem Konzert blitzte es die ganze Zeit von Handys und kleinen Digicams – fotografieren war laut der Security nicht verboten, nur Spiegelreflexkameras. Man könnte mit dem Objektiv werfen. Mein Einwand, dass man auch mit einem Schuh werfen könnte und deswegen längst nicht alle die Schuhe ausziehen müssen, wurde mit einem „Aber ein Objektiv ist eben sehr schwer“ quittiert. Der gesunde Menschenverstand regiert jedenfalls nicht bei solchen Überlegungen – niemand würde sein wertvolles Objektiv bei einem Konzert werfen. Gesamtfazit: Musik war in Ordnung, der Rest sehr ernüchternd. (Foto via thekooks.com)

Anhören: The Kooks – Ooh La.

Kategorien: Konzert · Menschen · Musik · München

Come & Stay: Café Kosmos.

November 16, 2008 · 3 Kommentare

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Ein bißchen wie in Berlin vielleicht, aber doch mitten in München – das Café Kosmos. Es sieht aus wie im Wohnzimmer deiner Oma, nur noch abgeranzter, mit offenen Löchern in den Wänden; statt Tee und Kaffee aus geblümtem Porzellan gibt es hier Astra und andere Getränke zum sehr günstigen Preis – anscheinend hat sich das schon rumgesprochen. An Stelle deiner Oma und ihrer Freundinnen hängt hier ein sehr gemischtes Publikum in den Biedermeier-Sesseln neben dir: ein bißchen Indievolk, ein paar Elektrokids (die Sorte, die sich selbst als „stylisch“ bezeichnen würde), ein paar Rockabillies und einige ganz „normale“ Leute sind auch da. Rauchen ist erlaubt – noch ein Grund dafür, dass es ab einer bestimmten Uhrzeit knallvoll ist, so dass man Leute primär dadurch kennenlernt, dass man beim Bierholen an der Bar direkt Wange an Wange lehnt – falls man kleiner ist, Wange an Schulter. Für alle, die nicht unter akuter Klaustrophobie oder Misanthropie leiden: hingehen, direkt neben dem Hauptbahnhof in der Dachauerstraße 7, kleine Mädchenbiere direkt in den Bauchladen schütten und unbegrenzt wohlfühlen. Falls du mehrere Freunde zu deiner Oma mitbringen möchtest, und gerne einen Tisch dazu hättest, empfiehlt sich eine Reservierung unter dieser Nummer.

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Kategorien: Alltag · Bar · Café · Leben · Menschen · München · Weggehen