Happy Schnitzel

A bit of Everything-Friday.

Dezember 19, 2008 · 1 Kommentar

jump

ffffound!

Pünktlich zum Urlaub krank zu werden, in dem man sich eigentlich dringend der Abschluss-Arbeit widmen müsste, ist so was wie Prokrastination für Profis. Wegen dem im Pyjama verbrachten Tag gibt es hier heute auch keinen kreativen Output, sondern ein bißchen Reste-Verwertung aus dem Feedreader.

- Das Holy-Shit-Gewinnspiel ist zu Ende. Tatsächlich ist das Bild mit dem „Wunder“ meins geworden. Noch hab ich keine Ahnung, wo es hängen soll, deswegen gibt’s auch noch kein Foto. Das Überraschungspaket geht an Tara, und die Trostpost an Anthony.

- Ein großartiger Vertreter der Generation 1.0 sagte wohl neulich zu seiner Tochter, nachdem diese meinte, dass er eine Geschichte in ihrem Blog nachlesen könne: Ich bin kein Blogger, und ich lese keine Blogs. Das fand ich ein grandioses Statement, eins, mit dem man viel Geld auf T-Shirts verdienen könnte. Ich bin zwar Blogger, aber ich möchte sagen: Ich bin kein Hund, und ich fange keine Stöckchen. Das Stöckchen ist so was wie der Kettenbrief in der Blog-Gemeinde, es wird zwar nicht gesagt, dass man bis Ende der Woche stirbt, wenn man es nicht an eine bestimmte Anzahl von Leuten weiterleitet. Trotzdem hat es genau so viel Nerv-Potenzial, und die meisten Fragen und Antworten sind belanglos. Und zu allem Übel, der Niedergang der jetzt-Community wird nicht nur durch mangelnde gute Geschichten angetrieben, sondern jetzt auch noch durch das Werfen von Stöckchen. Man kann auch wirklich auf jeden Zug aufspringen, am besten, wenn der schon entgleist ist. Anscheinend fällt denen dort gar nichts mehr Gutes ein. Schade.

- Großartige Papierkunst von Jean Jullien – natürlich mal wieder von BOOOOOOOM!

- Sehr seltsame Kunst von Martin von Ostrowski – Bilder, die mit Sperma gemalt wurden. Ich spare mir an dieser Stelle jegliche Kalauer, aber manchmal fragt man sich ja schon, was alles Kunst sein soll.

- Eye-Candy für die Damen – Tony Ward. Ich dachte auch erst Tony Who? Aber dann sofort: Tony Hello. Viel mehr Männer sollten sich ihren eigenen Namen auf die Brust tättowieren lassen, das finde ich großartig.

- Schöne Dialogfetzen, aufgefangen von der Gefühlskonserve.

Kategorien: Alltag · Kunst · Leben · Männer

There are many things that I would like to say to you, but I don’t know how.

Dezember 19, 2008 · 4 Kommentare

v1

Man sieht es dir auf den ersten Blick nicht an, aber du bist nach einer Weile ganz schön schwer. Der eine Arm hält dich, der andere deinen Kopf, weil deine eigenen Muskeln noch zu schwach dafür sind. Wie bei einem Wackeldackel würde dein Kopf ohne Stütze hin und her pendeln. Das ist deine anstrengendste Tageszeit, sagen sie. Langsam kriege ich ein Gefühl dafür, was sie meinen. Im einen Augenblick strahlst du wie ein kleiner Buddha, im nächsten Moment wird geweint. Singen und durch die Wohnung tragen hilft, sagen sie. Also drehe ich meine Runden, eine Human Jukebox. Ich kenne so viele Lieder, und keins fällt mir in diesem Moment mit Text ein. Nach einer Weile kommt ein Lied, ausgerechnet dieses eine. Dabei finde ich es weder im Original von Oasis noch in der Mike Flowers Pops Version absolut gelungen, meine persönliche Gute-Nacht-Version ist im Tempo irgendwo dazwischen. Trotzdem bedeutet dieses Lied viel für mich. Und während wir im Dunkeln am Fenster der Straße stehen, in der ich früher auch mal wohnte, singe ich für dich im Straßenlaternenschein. I don’t believe that anybody feels the way I do – about you now. Bei der zweiten Strophe bist du schon ganz still, eingewickelt in eine feste Decke aus meiner Stimme. Irgendwann bewegst du dich nicht mehr, endlich eingeschlafen. Vorsichtig lege ich dich in dein Bett, damit du nicht wach wirst. Als ich nach einigen Minuten noch mal nachsehen will, sind deine Augen wieder offen. Alles ist gut, bis du merkst, dass du nicht auf meiner Schulter hängst. Eigentlich bin ich gekommen, um dich zu halten, das weißt du ganz genau. Die Gewitterwolke nähert sich deinem Gesicht, deine kleinen Arme strecken sich mir entgegen, damit ich dich endlich hochhebe. Wir tapsen wieder durch die Wohnung, der Kater auf drei Beinen hinter uns her. So zieht sich das hin, irgendwie findest du keine bequeme Position, in der es für dich keinen Grund zu weinen gibt. Milch fehlt, und ehrlich, wenn ich dir jetzt welche geben könnte, würde ich ein paar Liter für dich locker machen. Mein Hals tut schon ziemlich weh, aber nach einer Weile merke ich, dass dir wirklich noch ein Lied fehlt. And all the roads we have to walk are winding. Nach zwei Minuten sinkt dein Kopf auf meine Brust, dein kleiner Körper lässt einen riesigen Seufzer der Erschöpfung los, mit dem du einschläfst. Dieser Augenblick, in dem all die Gründe für deine Tränen vergangen sind, ist unbezahlbar. Wenn ich dich immer nur so halten könnte wie in diesem einen Moment.

v2

Kategorien: Alltag · Leben