
(via garbagedress)
Vor den Feiertagen entsteht diese seltsame retrospektive Stimmung, in der man melancholisch auf das Jahr zurückblickt. Selbst wenn man das nicht vorhatte. Man verabschiedet sich von manchen Leuten und sagt: Wir sehen uns dann im neuen Jahr. Das hört sich an, als läge da eine kleine Zeitreise dazwischen. Andere Menschen sagen: Wir treffen uns zwischen den Jahren. Als ob es da ein Zeitvakuum gäbe, das weder zum einen, noch zum anderen Jahr gehörte. Diese Jahresendzeit ist überschattet mit Vorsätzen und Sorgen, selbst wenn man sich da irgendwie davon distanziert, hört es erst auf, wenn das Gefühl mit Sekt und Raketen weggeschossen wurde.
Nach vorne blickend (und passend zum Modethema der letzten Wochen) fragt der Spiegel: Was trägt das Schnitzel 2009? (hier wird das grandiose Wort Fleischmantel ins Spiel gebracht). Vielleicht aber auch goldene Schuhe? Oder ist das mit den Flügeln zu viel des Guten?