Happy Schnitzel

Beiträge vom Januar 2009

Januar 30, 2009 · 10 Kommentare

2

1

3

Das Wichtigste im Hinblick auf die Kunst ist und bleibt die richtige Haltung.

Kategorien: Kunst

Durch die Nacht.

Januar 23, 2009 · 10 Kommentare

(via, hier Kai Diekmann mit George W. Bush)

Gestern Abend kam auf Arte eine neue Ausgabe der Sendung „Durch die Nacht mit…“, diesmal mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann. Zuvor hatte ich mich für die Publikationen von keinem von beiden interessiert, wobei ich wahrscheinlich eher aus Neugier die Bildzeitung als die „Achse des Guten“ lesen wollen würde. Dass ich auf die Sendung überhaupt aufmerksam wurde, hat wohl mit zahlreichen Tweets zu tun, in denen es wie ein Must-See wirkte. Und wirklich – das war es dann auch. Ein reicher Fatzke aus gutem Hause, Chef der am meisten gelesenen und gleichzeitig unter Bildungsbürgern am meisten verachteten „Volks-Aufklärer-Zeitung“ trifft auf gewollt gutmenschlichen Provokateur-Schreiberling aus einfachen Verhältnissen. Eigentlich wären die Sympathien von vorneherein klar verteilt, aber die Sendung zeigt, dass es doch nicht ganz so einfach ist.

Gemeinsam fahren die beiden durch Berlin, und besuchen Orte, die einer von beiden vorgeschlagen hat. Broder zieht eine peinliche Kopfbedeckung nach der anderen hervor, und diese zwanghafte Aufmerksamkeitssucht, auch nach negativer Aufmerksamkeit, wird untermalt von seiner Frage: „Genieren Sie sich nicht mit mir?“ – worauf Diekmann sehr schön antwortet mit: „Jeder blamiert sich, so gut er kann.“ Verschiedene Lokale werden besucht, darunter auch ein türkisches Internetcafé, indem Broder Diekmann dazu nötigt, seine Internetseite anzuklicken; später besuchen die beiden das Atelier eines total zugedröhnten Künstlers, mit dem Diekmann nach eigener Aussage mal „bei irgendner Charity-Geschichte, fragen Sie mich nicht“ zusammengearbeitet hat. Der Künstler kann kaum sprechen in seinem Rausch, und die beiden kaufen dann schnell ein bisschen Kunst, die Kai Diekmann nicht mit nach Hause nehmen kann „weil seine Frau dann Anfälle kriegt“. Broder leiht ihm die restlichen 50 Euro, und das ist für ihn wohl einer der größten Momente. Dann geht es noch recht kurz durch die Druckerei, in der die Bild gedruckt wird.

Zum Abschied sagt Diekmann wie zur Begrüßung „Verehrung, Verehrung.“ Es klingt nicht mal wie ein Scherz, vielleicht ist es eine seltsame Angewohnheit, aber dennoch irgendwie so gemeint. Was bleibt nach diesen 52 Minuten sind vor allem die großartigen Blicke, die sich die beiden zuwerfen. Einerseits wird der andere jeweils belächelt, andererseits ist auf beiden Seiten der aufrichtige Wunsch da, sich mit der Person des anderen auseinanderzusetzen. Und am Schluss ging ich ins Bett als großer Diekmann-Fan, der aus seiner kapitalistischen Natur keinen Hehl macht, und im Gegensatz zum anbiedernden Gutmenschentum von Broder ganz offen bekennt: „Ich war nie links.“ Auf Arte kann man online noch eine Woche lang den ganzen Beitrag sehen – mindestens einmal, noch besser zweimal. Da kommen die Perlen besser zur Geltung.

Kategorien: Empfehlung · Fernsehen · Männer

It’s all about the beat and the lyrics.

Januar 23, 2009 · 4 Kommentare

(via)

Bei Madame Lila und Fräulein Sarah werden alte Hip Hop Kamellen rausgeholt. Für einen Moment bin ich nostalgisch geworden. Unter uns gesagt: früher fand ich vor allem Breakdance ganz großartig, und da gab es so ein paar Jungs in meiner Schule, die konnten das – wie wir damals fanden – richtig toll. Im Schullandheim gab es dann Kinderdisco, und um die beiden bildete sich ein Kreis, in dem sie ihre Headspins und anderen coolen Moves machten. Das hätte ich auch gerne gekonnt, genauso wie Skateboarden wie Tony Hawk. Leider ist aus mir nie ein Flygirl geworden. Die beiden Oldschool-Lieder, die mir als erstes und vielleicht auch wichtigstes einfallen: Jurassic 5 – Concrete Schoolyard und natürlich wie bei Sarah Grandmaster Flash & The Furious Five – The Message. Achja, Grandmaster trägt seine Jeans in den Stiefeln wie heutzutage diese ganzen Pferdemädchenverschnitte.


Kategorien: Blogs · Musik · Netzwelt

Playing around with the new toy.

Januar 17, 2009 · 1 Kommentar

Nach zwei oder drei Jahren hat das alte Musikspielgerät den Geist aufgegeben, irgendwas mit dem Bildschirm ist total hinüber. Zeit für ein neues Spielzeug also. Spielen – das geht mit dem neuen Gerät wirklich, und zumindest das Quiz ist ziemlich erheiternd. Die Fragen sind nicht sonderlich schwer, und was nett ist, sie beziehen sich teilweise auf die Musik, die man selbst aufgespielt hat.

ipod11

ipod2

Aber noch schöner sind die Anzeigen, die erscheinen, wenn man verloren hat. Das Smilie ist noch harmlos, aber das Mädchen da hat wirklich so einen empörten Gesichtsausdruck, schön. Was sie für wahnsinnige Dinge macht, wenn man gewinnt, kann ich nur ahnen – gesehen hab ich es noch nicht. Kann ja auch nicht ewig rumdaddeln.

ipod3

ipod4

Kategorien: Alltag · Spielzeug

Januar 17, 2009 · Kommentar schreiben

maryjanes

Plötzlich gibt es auf die gleiche Frage eine neue Antwort, eine, die mich selbst ziemlich überrascht hat. So war das in den letzten Jahren immer, eines Morgens bin ich aufgewacht, mit einem neuen Plan. Eine Sache, über die ich vorher so noch nie nachgedacht hatte. Die Idee braucht dann ein paar Tage Eingewöhnungszeit, bis sie dann auch raus geht, mit den anderen spielen. Ein jahrelang eingeübter Prozess, ziemlich selbstverständlich. Mit Wankelmütigkeit hat das nichts zu tun, sondern eher damit, dass man zwischenzeitlich von neuen Dingen hört, die man zu Beginn nicht kannte. Der Informations-Input ändert sich, die Möglichkeiten fächern sich auf, die Karten werden neu verteilt. Die Feststellung ist einfach, es gilt, zwei Wege parallel zu beschreiten. Vielleicht hat es auch mit den passenden Schuhen zu tun – auf dem einen sind Turnschuhe unabdingbar, aber der steinigere Weg muss mit unbequemerem Schuhwerk beschritten werden. Für ein paar Minuten gegrübelt, ob das noch mit der persönlichen Einstellung konform geht, die ich mir Jahre zuvor auf die Haut und ins Herz geschrieben habe. Die eigenen Regeln kann man aber zum Glück immer so auslegen, dass sie sich erfüllen, und vor sich selbst verliert man ja auch keinen Fitzel Streetcredibility. Von außen sieht das sicher lustig aus, das mit dem Erwachsenwerden-Ding, aber heute lache ich auch, wenn ich mein Tagebuch von 1997 lese. Die Erkenntnis ist dann immer wieder: das geht vorbei, und das ist alles genau richtig so. Die Phasen, in denen so viel passiert, sind im Nachhinein immer am spannendsten. Vielleicht sollte ich wieder das Papiertagebuch befüllen, in diesen Momenten zwischen Tagesende und Schlafenszeit. Im Pyjama ans Kopfkissen gelehnt fallen die Wünsche und Erkenntnisse, die Sorgen und das Tagesgeschehen in einem ungefilterten Wortstrom auf die Seiten. Manche Dinge sind dabei, die man weder jemandem erzählen würde, noch sich bei Tageslicht selbst eingestehen – und doch so wahr, dass der Stift sie wie von selbst auf das Papier bringt, weil sie da gut aufgehoben sind. Auch für die nächsten zehn Jahre noch.

Kategorien: Leben

A is for astronaut.

Januar 15, 2009 · 3 Kommentare

yinka

Vor dem Astronauten liegen sie, die guten Dinge. Der Stapel ungelesener Bücher und ungehörter CDs wächst unaufhörlich, und im Sommer, wenn die Hände des Astronauten erreicht sind, liege ich dann hoffentlich einen Monat lang auf einer Decke im Park und lese ununterbrochen. Vielleicht schaue ich dann auch endlich mal diese Kottan-DVD-Staffel, die ich vor einem Jahr geschenkt bekam und noch nicht mal aufgemacht habe… Irgendwie sagt zwar das Bauchgefühl, dass es nicht so sein wird, sondern alles ganz anders kommt. Aber irgendwie macht die Vorstellung das Zwischenzeitliche besser. Und den Stapel anzuhäufen mit neuen Büchern ist grandios, als würde man sich selbst Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen, die man noch nicht öffnen darf.

Ansonsten ist das nächste Turnschuhmädchen online. Die war enorm lustig, wir sind dann noch eine Weile zusammen durch die Stadt gelaufen und haben Schuhe angeschaut. Ich finde ja, dass die Schuhe, die sie trägt, in so einer kleinen Größe zum Niederknien schön sind.

Kategorien: Alltag · Bücher · Kunst · Leben · Schuhe · Streetstyle

The new baby is born.

Januar 13, 2009 · 5 Kommentare

teamsue

Meine lieben Damen und Herren, liebe Agenten und Astronauten,

Endlich ist es soweit – mein neues Baby wird getauft, und zwar auf den Namen Sneakergirls. Zusammen mit Liz führe ich nun einen Streetstyle-Blog, in dem es nur um Turnschuhmädchen geht. Nachdem wir in unserer Kontroverse über Modeblogs und Modeblogmode zu dem Schluss kamen, dass uns etwas fehlt – wollen wir das nun einfach selbst erledigen. Und da wir selbst überzeugte Sneakergirls sind und unser Herz an Turnschuhen hängt, wollen wir andere Damen zeigen, bei denen das auch der Fall ist. Auf jeden Fall hoffen wir, damit die bestehende Streetstyle-Welt ein bißchen zu erweitern & zu erheitern. Please say Hello & Hi to the Turnschuhmädchen.

Kategorien: Blogs · Neueröffnung · Streetstyle

Januar 11, 2009 · 4 Kommentare

hundertm

Heute entdeckt: Hundertmark hat eine Münchner Zweigstelle eröffnet. Nicht irgendwo, sondern in meinem Haus. Hier in der Gegend sagen sich Fuchs und Hase übrigens noch persönlich Gute Nacht. „A.“ steht bestimmt für Agenten. Oder für Astronauten. Sehr unauffällig jedenfalls, Jungs.

Kategorien: Alltag · Berlin · Blogs · München · Netzwelt

Kumpeltreffen im Cafe am Hochhaus.

Januar 10, 2009 · Kommentar schreiben

kumpels

Derzeit bin ich definitiv der letzte Mensch, der irgendwelche Empfehlungen in Sachen Nachtleben aussprechen kann – aber trotzdem: der nächste Mädelsabend sollte definitiv im Cafe am Hochhaus stattfinden. Oben gibt es neben guter Musik eine recht neue Tapete, und auf der Damentoilette ist Kumpeltreffen angesagt. Früher war das ein ziemlich ranziges Kabuff mit ein paar schlechten Filzstiftmalereien, jetzt gibt es dort eine Männertapete mit enorm lustigen Bildern. Die Bank steht also nicht ohne Grund neben dem Waschbecken. Eigentlich eine gute Idee, eine gehypte Location zu besuchen und dann den ganzen Abend am Klo zu verbringen.

Kategorien: Bar · Café · Empfehlung · München · Weggehen

Missing #4.

Januar 6, 2009 · 2 Kommentare

hellabrunn1

hellabrunn2

hellabrunn3

An einem Sommertag im Zoo sein. Die dicksten und größten Tiere sind die sympathischsten, und die frechen Dinger im Streichelzoo wühlen sogar in der Hosentasche nach Futter.

Kategorien: Alltag · Leben

Missing #3.

Januar 5, 2009 · 1 Kommentar

meer

Total vermisst, das Meer. Lange nicht gesehen & für den späten Sommer verabredet.

Kategorien: Alltag · Leben

Missing #2.

Januar 4, 2009 · 2 Kommentare

spackenclub

spackenclub2

Der Spackenclub in Aktion. Wir waren jung, hatten keinerlei Verpflichtungen, dafür aber Gang-Namen. Passanten und Inlineskater erschrecken, Smarties verfüttern und arythmisch tanzen – ich vermisse uns Rotzlöffel. Vielleicht ist die Zeit reif für eine Re-Union.

Kategorien: Alltag · Leben

Missing #1.

Januar 3, 2009 · 4 Kommentare

dscf0175

Calippo Cola & barfuss im Park sitzen. Ich vermisse dich, Sommer.

Kategorien: Alltag · Leben

The New Year.

Januar 1, 2009 · 4 Kommentare

miez

Madame erholt sich nur sehr langsam von den vielen Raketen.

Kategorien: Alltag · Leben