



Der Brunnen, in den ich als kleines Mädchen eine Münze warf. Das bedeute, dass ich wiederkommen würde, sagte mir meine Mutter damals. Das merkwürdige nur, dass ich nie lange bleiben wollte, in 9 Semestern in drei verschiedenen Studiengängen, keinen länger als drei Semester ausgehalten. Sie haben die Aula mit Ballons und Schleifen ausstaffiert, unsere Zeugnisse werden an dem Ort verliehen, an dem die Geschwister Scholl die Flugblätter von der Balkonbrüstung warfen. Ein riesiger Kloß im Hals und das Gefühl, dass ich gerne angekommen wäre in all der Zeit. Durchgestolpert wie ein kopfloses Huhn, zahllose schlaflose Nächte und der Druck, immer noch höher, weiter und schneller springen zu wollen. Zum ersten Mal tatsächlich konfrontiert mit der harten Realität, dass man als Siegfried nicht unbesiegbar ist, und dass die blattbedeckte Stelle immer gefunden wird. Die guten Momente gehen da ein bißchen unter, wie bei den meisten Trennungen. Und doch sind da die Ballons und die Schleifen, die vielen Menschen und die Aufregung eines großen Moments, Blitzlichter und Tränen, Sektgläser und große Abschiedsworte all inclusive.






